In der Pfalz im Annweiler Stadtwald
Eine Wanderung im Pfälzerwald ist immer wieder ein Erlebnis; zu diesem Schluss kamen 28 Gauangellocher Wanderfreunde, die am Sonntag, den 19. Oktober im Auto-Tross nach Hofstätten, einem abgelegenen Dörflein im Annweiler Stadtwald fuhren und sich von hier aus auf Schusters Rappen begaben, um sich bei einer Tagestour an der Schönheit der Pfälzer Waldlandschaft und an der Abgeschiedenheit allen Trubels zu erlaben.
Kalt war es beim Start, aber die hervorkommende Sonne versprach einen trockenen, erquickenden, freundlichen Herbsttag. Mäßigen Schrittes sahen wir uns bereits beim Anstieg zum Annweiler Forsthaus vor, sollte doch unsre Kondition in einem über die gesamte Wegstrecke gut verteilten Auf und Ab immer wieder gefordert werden. Schritt für Schritt verlor der Weg sodann an Höhenmetern bis hinunter in den schattigen, sich dahin ziehenden Grund des Schneiderwoogtals, wo uns der Kaltenbach mit seinem klaren Wasser und einst für Mühlenzwecke mit Steinen gefassten Bachbett ein Begleiter war. An diesem tiefsten Punkt unsrer Wanderung wurde an einer Fischerhütte nahe einem kleinen See die Mittagspause eingelegt.
Gut gestärkt und in bester Stimmung machte sich die Gruppe nun zum Weitermarsch bereit. Das bunte, herbstliche Farbenspiel des Baumlaubes über uns, unter uns und rings um uns herum, soweit das Auge reichte, war im Angesicht der durch das Geäst scheinenden Sonne Balsam für die Seele. War doch die komplette Tour durch Laubwald geprägt und eine leuchtende Augenweide. Die Freude an der herrlichen Natur und die gute Laune ließ uns den darauf folgenden steilen und nicht enden wollenden Anstieg zur Hahnenhütte und schließlich bis zum Hermersbergerhof gar nicht mehr so mühselig erscheinen. Nichtsdestotrotz gönnte sich die ganze Mannschaft oben angekommen eine wohlverdiente Rast und kehrte beim Pfälzerwald-Verein auf dem Hermersbergerhof, der höchst gelegenen Siedlung im Pfälzerwald, zu einer Getränkepause ein, wobei ein Teil der Crew die Behaglichkeit der Räumlichkeiten vorzog und der andere Teil sich für die letzten wärmenden Sonnenstrahlen im Freien entschied. Mittlerweile waren auch unsre Wanderer der kleinen Tour eingetroffen und hatten sich zu uns gesellt.
Gemeinsam machten sich jetzt alle Wanderer auf zur Rückrunde. Der Luitpoldturm auf dem Weißenberg war das nächste und höchst gelegene Ziel der Tour. Einige unsrer Frauen und Mannen ließen sich es nicht nehmen, die Stufen des Turmes zu erklimmen und einen Rundblick über den Pfälzerwald zu genießen. Der 1908/09 vom Pfälzerwald-Verein erbaute Turm verdankt seinen Namen dem Prinzregenten Luitpold, der dessen Bau maßgeblich unterstützt und die Patenschaft übernommen hatte.
Nachdem somit alle gravierenden Erhebungen gemeistert waren und wir über die Wegspinne am Ritterstein „Holländer Klotz“ den Weißenberg hinter uns gelassen hatten (der Holländer Klotz erinnert an die im 17. Jh. an die Holländer verkauften Eichen für deren Schiffsbau), zog sich die unbeschwerlichere Schlussetappe über den Blosen-Berg doch noch ein ganzes Stück dahin, bis wir alle wohlbehalten im etwas tiefer gelegenen Hofstätten wieder ankamen.
Im Gasthaus „Altes Forsthaus“ vor Ort ließen wir den tollen Tag bei Speis und Trank fröhlich ausklingen.
Den Wanderführern Familie Irene und Horst Ziegler für die gelungene Tour herzlichen Dank.







