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19.11.2008 : 12:42 : +0100

Allgemeines

Mobilfunk/ DSL in Gauangelloch

Information der Stadt Leimen:

Der Mobilfunkmast zwischen Gauangelloch und Ochsenbach

Der Mobilfunkmast zwischen Gauangelloch und Ochsenbach

Viele Handy-Besitzer kennen das Problem. Kaum sind sie in Gauangelloch, kann es je nach Netzbetreiber mit der mobilen Kommunikation schwierig werden, denn der ländliche Leimener Stadtteil liegt in einem „Funkloch“. Zwar steht seit Frühjahr 2007 auf Initiative und mit Unterstützung der Stadtverwaltung nun endlich ein Mobilfunkmast zwischen Gauangelloch und Ochsenbach, jedoch hilft dies bisher nur jenen Handybesitzern, die mit O2 telefonieren, denn nur diese Firma hat derzeit eine Funkstation auf dem Mast.

Die Stadtverwaltung Leimen hat daher im Sommer dieses Jahres auch die Betreiber der anderen Handy-Netze (T-Mobile, E-Plus, Vodafone) angeschrieben und diese dringend aufgefordert, ebenfalls ihre Dienste über den bestehenden Mast anzubieten, um damit die für ihre Kunden ärgerliche Kommunikationslücke zu schließen. Als einziger Betreiber hat mittlerweile T-Mobile zwar reagiert, aber die Antwort des Telekommunikationsriesen kann nicht befriedigen: Man überprüfe laufend die Netz- und Servicestruktur, heißt es in dem Antwortscheiben an die Stadt. Derzeit müsse man aber in diesem Fall ein entsprechendes Vorhaben zurückstellen, da dies nicht wirtschaftlich sei.

Vielleicht können also die Kunden von T-Mobile, Vodafone und E-Plus, deren Netzbetreiber eben noch nicht auf dem Mobilfunkmast zwischen Gauangelloch und Ochsenbach vertreten sind, sich ihrerseits bei ihren Vertragspartnern dafür einsetzen, dass diese endlich dazu beitragen, im Interesse ihrer Kunden das „Funkloch“ zu schließen. Bis bleibt es momentan leider noch dabei: Wer in Gauangelloch problemlos mobil telefonieren will, muss seinen Anbieter zu wechseln.Auch im Fall der DSL-Verbindungen für das schnelle Surfen im Internet zeigt sich momentan bedauerlicherweise das gleiche Bild. Auf ein entsprechendes Schreiben der Stadtverwaltung antwortete die Telekom, dass der Einsatz einer neuen „Outdoor-DSLAM-Technologie“ geprüft worden sei. Der Einsatz dieser Technologie, die eine Glasfaseranbindung an den zuständigen Netzknoten benötige, sei jedoch sehr kostspielig und deshalb auch an strenge wirtschaftliche Rahmenbedingungen gebunden. In Gauangelloch und Ochsenbach könnten die durch einen Ausbau erforderlichen hohen Investitionskosten mit dem vorhandenen geringen Kundenpotenzial nicht erwirtschaftet werden. Deshalb bestehe derzeit keine Möglichkeit, in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen über die neue Technologie, weitere T-DSL-Anschlüsse bereitstellen zu können.Diese Haltung, die sich an reinen wirtschaftlichen Interessen orientiert und den Versorgungsgedanken für die Menschen außer Acht lässt, kann leider nicht erstaunen, ist sie doch – bedauerlicherweise - üblich, seit die ehemalige Bundespost bzw. ihre Nachfolgefirmen Telekom und T-Mobile privatisiert worden sind.Auch eine vor kurzem in Gauangelloch und Ochsenbach durchgeführte Unterschriftenaktion mit ca. 150 Unterschriften, die von der Stadtverwaltung weitergegeben wurden, beeindruckte die Telekom bzw. T-Mobile bisher nicht.Die Stadtverwaltung wird die verantwortlichen Unternehmen weiter drängen und alle ihr zur Verfügung stehenden Möglichkeiten untersuchen, um eine flächendeckende Versorgung mit moderner Technik auch in Gauangelloch und Ochsenbach zu erreichen. So ordnete Leimens Oberbürgermeister Wolfgang Ernst bereits an, bei neuen Straßenbau-Projekten in beiden Ortsteilen, z. B. bei der im kommenden Jahr geplanten Sanierung der Lindenstraße in Gauangelloch, durch den Einbau entsprechender Leerrohre die Voraussetzungen für eine rasche und unkomplizierte Verlegung von Glasfaserkabeln zu ermöglichen. Eine entsprechende Rahmenvereinbarung wurde vor kurzem von Städte- und Gemeindetag Baden-Württemberg, der Landesregierung sowie den Netzbetreibern abgeschlossen. Weitere Maßnahmen sind – so einvernehmlich die Beteiligten auf Landesebene – den Kommunen nicht möglich.

19.09.2007 12:07 Alter: 1 Jahre